Botanik inklusiv – Fach-, Lehr- und Lernteams in heterogenen Gruppen

 

Projektleitung

Prof’in Dr. Gertrud Lohaus (Molekulare Pflanzenforschung, Pflanzenbiochemie)

Homepage der Arbeitsgruppe

Dr. Philipp Krämer (Rehabilitationswissenschaften)

Homepage in der Fakultät

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Roswitha Ritter (Molekulare Pflanzenforschung, Pflanzenbiochemie)

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Zur Person

 

Foto Ritter

 

Roswitha Ritter (M.Ed.)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

E-Mail:rritter{at}uni-wuppertal.de
Telefon:+49 (0)202 439-2634
Büro:G.14.24
  • Ausbildung zur Biologielaborantin bei der Bayer AG, danach Berufstätigkeit in zellbiologischen Labors bei Bayer in Deutschland und den USA.
  • Studium Biologie und Anglistik/Amerikanistik sowie Bildungswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal (BUW); Abschluss: Master of Education
  • Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Englischen Sprachwissenschaft an der BUW
  • Seit 12/2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der BUW, Arbeitsgruppe Molekulare Pflanzenforschung/Pflanzenbiochemie.

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Abstract des Dissertationsvorhabens

Eine positive Einstellung ist eine der zentralen Gelingensbedingungen für den inklusiven Unterricht (Avramides et al., 2000 u.a.), ebenso wie die Fähigkeit, in einem multiprofessionellen Team unterrichten zu können (Schwager, 2011 u.a.).

In dem Projekt „Botanik inklusiv – im Team zum Erfolg“ wird die Einstellung von Lehramtsstudierenden der Biologie und Lehramtsstudierenden für sonderpädagogische Förderung zum inklusiven Unterricht sowie die Selbstwirksamkeit als Lehrpersonen vor und nach praktischer Erfahrung im Team gemessen.

Bei dem Qualifikationsprojekt handelt es sich um eine Interventionsstudie, in der eine mögliche Änderung der Einstellung von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht durch praktische Erfahrung und Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team ermittelt wird. Die zugrundeliegende Forschungsfrage lautet:

Welchen Einfluss hat die kooperative Zusammenarbeit von Lehramtsstudierenden der Regelschule und Lehramtsstudierenden der sonderpädagogischen Förderung in multiprofessionellen Teams auf deren Konzepte und Einstellungen zu Inklusion?

Die Erhebung der Einstellungsmerkmale erfolgt mithilfe von Fragebögen, Concept-Maps und Lerntagebüchern. Der Fragebogen erhebt fünf Konstrukte zu Einstellung und Selbstwirksamkeit mittels jeweils vier bis sieben geschlossenen Zustimmungs-Items. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt mit der Software SPSS.

Die von den Studierenden erstellten Concept-Maps werden sowohl qualitativ (Auswertung der angegebenen Propositionen, graphische Analyse) als auch quantitativ (strukturelle Analyse und Zerklüftetheit mithilfe der Software MaNet) ausgewertet.

Die Lerntagebücher enthalten einen kurzen Fragebogen mit vier Konstrukten, die den wahrgenommenen Erfolg des Team-teachings erfassen, sowie Impulsfragen für offene Antworten. Die Auswertung erfolgt quantitativ mithilfe von SPSS für den Fragebogenteil und qualitativ mithilfe der Software MaxQDA für die offenen Antworten. Hierbei wird der freie Text sowohl induktiv als auch deduktiv kategorisiert und hermeneutisch interpretiert.

Die Daten werden im Pre-Post-Design erhoben, d.h. die erste Erhebung (Pre-Test) findet vor jeglicher Intervention statt. Die zweite Erhebung (Post1-Test) findet nach einer theoretischen Einheit zum Thema Co-teaching und inklusiver Unterricht statt, die dritte Erhebung nach einer praktischen Phase im Team an inklusiv arbeitenden Schulen.

Die Studie soll über die Dauer von fünf Semestern durchgeführt werden, sodass insgesamt die Daten von fünf Kohorten vorliegen, die in die Gesamterhebung eingehen werden.

Literatur

Avramidis, E., Bayliss, P., Burden, R. (2000): A survey into mainstream teacher's attitudes towards the inclusion of children with special educational needs in the ordinary school in one local education authority. In: Educational Psychology, 20, H. 2 (2000), 191–211.

Schwager, M. (2011): gemeinsames Unterrichten im gemeinsamen Unterricht. In: Zeitschrift für Heilpädagogik (62), S. 92-98.

 

Kooperationspartnerin:

Prof’in Dr. Gela Preisfeld (Zoologie und Didaktik der Biologie)

Homepage der Arbeitsgruppe

 

Inklusion bedeutet Zugehörigkeit und wird hier verstanden als gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Förderbedarf. Im Jahre 2011 haben sich die Kultusminister darauf verständigt, dass Inklusion ein Thema in der Ausbildung aller Lehrkräfte sein soll und seit dem Schuljahr 2014/2015 gilt in Nordrhein-Westfalen das Recht auf gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf.

Ein wichtiger Faktor für das Gelingen von gemeinsamem Unterricht und schulischer Inklusion ist die Einstellung und Bereitschaft der Lehrkräfte, wobei hier die Lehrkräfte der Regelschule ebenso gemeint sind wie die Lehrkräfte der Förderschulen.

In dem interdisziplinären Lehr-Lern-Projekt „Botanik inklusiv – Fach-, Lehr- und Lernteams in heterogenen Gruppen“ werden naturwissenschaftlich-biologische Inhalte und Methoden mit denen der Sonderpädagogik verknüpft. In einem kooperativen Seminar erhalten die Studierenden der Biologie und der Sonderpädagogik die Möglichkeit, gemeinsamen Unterricht in inklusiven Klassen umliegender Schulen (mit) zu gestalten. Dadurch können die Studierenden beider Disziplinen Kompetenzen transferieren, Expertisen teilen und so voneinander lernen. Als Tandem werden sie gleichermaßen verantwortlich sein für die Planung, Durchführung und Reflexion des Unterrichts in inklusiven Settings.

Ziele dieses Projekts sind einerseits ein Kompetenztransfer der unterschiedlichen Expertisen der Lehramtsstudierenden und andererseits Lehramtsstudierenden die Möglichkeit zu geben, inklusiven Unterricht schon während des Studiums zu erfahren. Darauf aufbauend verfolgt das Projekt folgende Forschungsfrage:

Welchen Einfluss hat die kooperative Zusammenarbeit von Lehramtsstudierenden der Regelschule und Lehramtsstudierenden der sonderpädagogischen Förderung in multiprofessionellen Teams auf deren Konzepte und Einstellungen zu Inklusion?

Nach dem Besuch eines gemeinsamen Seminars, in dem theoretische und methodische Grundlagen der beiden Disziplinen erarbeitet werden, erfolgt die Praxisphase in den Schulen, wo die Studierenden gemeinsam Unterricht in inklusiven Klassen planen und durchführen. Abschließend findet eine Reflexionsphase statt.

Mithilfe von Fragebögen und Concept-Maps werden im Pre-Post-Follow-up-Design die Konzepte und die Einstellungen der Studierenden zur Inklusion erfasst. Parallel sollen die Studierenden Lerntagebücher führen, in denen die Unterrichtsversuche sowie die Kooperation im Team evaluiert und reflektiert werden.

Als Kontrollgruppe dienen monoprofessionelle Teams aus zwei Lehramtsstudierenden, die ebenfalls in inklusiven Settings Unterrichtseinheiten gemeinsam planen und durchführen.

Die Lehrkräfte der Zukunft müssen sich in Ihrem Berufsalltag mit heterogenen Lerngruppen auseinandersetzen. Durch den interdisziplinären Austausch im Team kann eine Gruppe von der jeweils anderen Gruppe die verschiedenen Herangehensweisen und Methoden lernen und sie in das eigene Handlungsspektrum aufnehmen. Dies ist ein Beitrag zur inklusiven Lehrerausbildung, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hat.

Aktuelles

  • 15.02.2018 Tagung "Doing English, doing school" zur Vernetzung der Lernorte im Praxissemester Englisch
    Die Fach-Arbeitsgruppe Englisch der Bergischen Universität Wuppertal veranstaltet mit Unterstützung...[mehr]
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    Zu dem Workshop zum Lesen englischsprachiger Bilderbücher mit Wuppertaler Grundschulkindern und...[mehr]
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    Am Dienstag, den 11.7.2017 wird Jun.-Prof. Dr. Stefanie Frisch gemeinsam mit Studierenden in der...[mehr]
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    Kohärenz in der Lehrerbildung ist der Titel des Wuppertaler Projektes „KoLBi“. Ziel unserer Tagung,...[mehr]