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Aktuelles

  • Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am 19. und 20. November in Bonn
    Auf der Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung beteiligte sich das Wuppertaler Projekt... [mehr]
  • Dritte Fachtagung im Rahmen des Projekts „Kohärenz in der Lehrerbildung“
    Um mögliche Stolpersteine bei der Begleitung von Lehramtsstudierenden in ihrem Praxissemester ging... [mehr]
  • 30.09.2019 Diskussionsveranstaltung zum Praxissemester für das Fach Katholische Religionslehre
    Für den 30.09.2019 lädt die Fach-Arbeitsgruppe Katholische Religionslehre Mentorinnen und Mentoren... [mehr]
  • „Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“: Tagungsbände erschienen
    „Herausforderung Kohärenz – Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“ war der Titel einer... [mehr]
  • 12.06.2019 Vortrag Prof. Dr. Stefan Kipf (Humboldt Universität Berlin)
    Am Mittwoch den 12.06.2019 um 10:00 Uhr (B.06.01) wird Prof. Dr. Stefan Kipf Einblicke in das... [mehr]
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Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am 19. und 20. November in Bonn

v.l.n.r.: M. Müller (Kassel), T. Heinz (Kiel), K. Hellmann (Freiburg), J. Mayer (Kassel), I. Glowinski (Potsdam), K. Gimbel (Kassel), N. Masanek (Hamburg), M. Baum (Kiel), F. Grospietsch (Kassel), A. Wehner (Wuppertal). Foto: BMBF/ Armin Höhner

Auf der Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung beteiligte sich das Wuppertaler Projekt "Kohärenz in der Lehrerbildung" mit der standortübergreifenden Arbeitsgruppe "Kohärenz, Verzahnung und Vernetzung in der LehrerInnenbildung" an der Ausrichtung eines Forums.

Ein Rahmenvortrag führte in konzeptuelle Begriffe sowie ein von der Arbeitsgruppe entwickeltes Angebots-Nutzungs-Modell der Kohärenzbildung ein. Einzelvorträge der Standorte Kiel, Kassel, Potsdam und Hamburg verorteten sich in diesem Modell und nahmen dabei die Schwerpunkte Kooperationsstrukturen von Hochschullehrenden, Modelle zur curricularen Verzahnung von Lernangeboten, Angebots-Wirksamkeits-Beziehungen verzahnender Lehrveranstaltungen sowie die Messung von vernetztem Wissen bei Studierenden in den Blick.

In anschließenden Gruppendiskussionen spielten Aspekte der strukturellen Verankerung von Kooperationen zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften eine Rolle. Als Gelingensbedingungen für eine über die Projektlaufzeit hinausgehende Etablierung von Kooperationsstrukturen wurden die Etablierung von Anreizsystemen für Dozierende (z.B. durch Verbesserung der Ressourcenausstattung der Fachbereiche) sowie die Notwendigkeit der curricularen Verankerung innovativer verzahnender Lernangebote genannt. Ein Risiko hinsichtlich der Verstetigung besteht aus Sicht der Teilnehmenden darin, dass die Angebote zurzeit noch stark von einzelnen Personen abhängen.

Als weiteres Ergebnis der Gruppendiskussionen zeigte sich, dass in vielen QLB-Projekten bislang vor allem die curriculare Verzahnung von Lernangeboten im Zentrum steht. Unterschiede existieren hinsichtlich der angewendeten Modelle, den beteiligten Akteuren sowie des Stands der strukturellen Verankerung. Es wurde deutlich, dass Schwierigkeiten curricularer Verzahnung durch die Gegebenheiten an Standorten sowie Disziplin- und Fachkulturen mitbestimmt werden. Aus Sicht der Teilnehmenden ist das Anerkennen von Verschiedenartigkeit der Studienelemente bzw. Disziplinen eine zentrale Voraussetzung für „echte“ interdisziplinäre Verzahnung.

Weiterhin wurde im Workshop die Messbarkeit vernetzten Wissens als kognitive Leistung der Studierenden und erwarteter Ertrag verzahnender Lehrveranstaltungen diskutiert. Ausgehend von der Frage, ob es sich bei fachdidaktischem Wissen bereits um vernetztes Wissen handelt, wurde deutlich, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, vernetztes Wissen zu definieren. Geklärt werden muss zukünftig auch, inwieweit sich vernetztes Wissen domänenspezifisch ausbildet. Einigkeit der Teilnehmenden herrschte darüber, dass der Messung vernetzten Wissens die konkrete und eigenständige Auseinandersetzung mit einem fachlichen Gegenstand durch Studierende zugrunde liegen muss. Ansätze verschiedener Standorte zur Messung vernetzten Wissens (z.B. Möglichkeiten der Messung von vernetztem Wissen, indem Studierende selbstständig Aufgaben zu einem fachlichen Gegenstand konstruieren oder die am Standort Hamburg erprobte Messung in Form der Analyse von Unterrichtsvignetten) waren Gegenstand der Diskussion. Noch offen blieb die Frage, welche Lernangebote besonders zur Generierung eines vernetzten Denkens beitragen.

Zusammenfassend bot Forum 1 nicht nur Anregungen, wie LehrerInnenbildung kohärenter gestaltet werden kann, sondern auch Raum, um sich standortübergreifend über Ansätze, Gelingensbedingungen und Wirkungen einer kohärenten LehrerInnenbildung auszutauschen.