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    Auf der Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung beteiligte sich das Wuppertaler Projekt... [mehr]
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    Für den 30.09.2019 lädt die Fach-Arbeitsgruppe Katholische Religionslehre Mentorinnen und Mentoren... [mehr]
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    Am Mittwoch den 12.06.2019 um 10:00 Uhr (B.06.01) wird Prof. Dr. Stefan Kipf Einblicke in das... [mehr]
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SPORTFABIK – Vernetzung der Studienprojekte im kBA und MAEd zur Anwendung sportwissenschaftlicher, fachdidaktischer & bildungswissenschaftlicher Kompetenzen

 

Projektleitung

Torsten Kleine (Integrative Theorie & Praxis des Sports)

Homepage in der Fakultät

Dr. Peter Wastl (Integrative Theorie & Praxis des Sports)

Homepage in der Fakultät

 

Projektmitarbeiter

Michael Fritschen (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

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Zur Person

 

Foto Fritschen

 

 

Michael Fritschen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Homepage in der Fakultät

E-Mail:fritschen{at}uni-wuppertal.de
Telefon:+49 (0)202 439-2031
Büro:I.14.31
Category: Frit_ZPers

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Abstract des Dissertationsvorhabens

Strukturen Subjektiver Theorien von Sportlehrern zu den Zielen ihres Sportunterrichts

 

Ausgangspunkt

Wenn auch quantitative Studien (z. B. die SPRINT-Studie) hinsichtlich der Ziele von Sportlehrern einen generellen Konsens in Form der „Zieltrias Fairness – Sportmotivation – Gesundheit“ nahelegen (Miethling, 2011, S. 127), so zeigen qualitative Untersuchungen, „daß die Handlungsorientierungen vielfältig ineinander verschränkt und verwoben sind“ (Lange, 1984, S. 98). Um derartige Verflechtungen und unterschiedlichen Begründungsmuster näher zu untersuchen, entwickelten Scheele, Groeben und Christmann (1992) Struktur-Lege-Verfahren, die je nach Forschungsgegenstand flexibel anzupassen sind. Dahinter steht die Annahme, dass Subjektive Theorien eine implizite Argumentationsstruktur aufweisen, die mithilfe eines Struktur-Lege Verfahrens abgebildet werden kann. Die Erforschung dieser Zielstrukturen von Sportlehrern ist das Anliegen dieses Promotionsvorhabens.

Methodische Vorgehensweise

Bei der Erforschung Subjektiver Theorien kommen Dialog-Konsens-Verfahren zum Einsatz, die eine Rekonstruktionsadäquanz durch kommunikative Validierung erzielen sollen. Das bedeutet, dass ein Forscher die wissenschaftliche Beschreibung der Ziele einer anderen Person nur mithilfe derselben vornehmen kann. Deren Zustimmung gilt nach Scheele und Groeben (2010, S. 507) als „oberstes Validitätskriterium für die Erfassung der Innensicht.“ Der demnach sehr kommunikative Forschungsprozess gliedert sich in zwei Phasen: Zuerst werden die Kognitionen mithilfe eines halb-standardisierten Interviews erhoben, während in einem zweiten Schritt zusammen mit dem Interviewpartner eine gemeinsame Struktur gelegt wird, sodass ein erneuter Dialog-Konsens entsteht. Mithilfe dieser Struktur-Lege-Technik sollen schließlich das Verständnis sowie die Visualisierung der kognitiven Strukturen sichergestellt werden.

Ausblick

Auf Grundlage der Zielstrukturen und einer ersten Typisierung werden mögliche Anknüpfungs- und Orientierungspunkte für die Schulpraxis sowie für die theoretische Lehrerausbildung diskutiert. Schließlich kann das Wissen um die Sportlehrerziele und ihre kognitive Strukturierung die Grundlage dafür sein, die Genese der Sportlehrerziele in den Blick zu nehmen sowie Rückschlüsse auf die universitäre und schulpraktische Ausbildung von Sportlehrern zu ziehen. Auf diese Weise demonstrieren die Strukturschemata, inwiefern fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Kompetenzen in den Subjektiven Theorien von Lehrkräften miteinander verwoben sind.

Literatur

Lange, J. (1984). Handlungsorientierungen der Sportlehrer. In W.-D. Brettschneider (Hrsg.), Alltagsbewusstsein und Handlungsorientierungen von Sportlehrern (S. 78-104). Schorndorf: Hofmann.

Miethling, W.-D. (2011). Sportlehrerforschung. In E. Balz, M. Bräutigam, W.-D. Miethling & P. Wolters (Hrsg.), Empirie des Schulsports (S. 121-153). Aachen: Meyer & Meyer.

Scheele, B. & Groeben, N. (2010). Dialog-Konsens-Methoden. In G. Mey & K. Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie (S. 506-523). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Scheele, B., Groeben, N. & Christmann, U. (1992). Ein alltagssprachliches Struktur-Lege-Spiel als Flexibilisierungsversion der Dialog-Konsens-Methodik. In B. Scheele (Hrsg.), Struktur-Lege-Verfahren als Dialog-Konsens-Methodik. Ein Zwischenfazit zur Forschungsentwicklung bei der rekonstruktiven Erhebung Subjektiver Theorien (S. 152-195). Münster: Aschendorff.

Category: Fritsch_Abstr

 

An der Bergischen Universität Wuppertal absolvieren Studierende in den lehramtsbezogenen Studiengängen (kBA, MAEd) im Fach Sport(-wissenschaft) insgesamt drei Studienprojekte, so dass mindestens ein Sechstel des gesamten Studienvolumens explizit als „projektbasiertes Lernen“ in den Prüfungsordnungen verankert ist. Auf diese Weise werden fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Kompetenzen unter einer thematischen Perspektive des Schulsports miteinander verknüpft sowie die Verbindung von Theorie und Praxis gestärkt, die nicht nur für das Selbstverständnis der Sportwissenschaft maßgeblich ist.

 

Ziele des Forschungsprojekts

Das Forschungsprojekt SPORTFABIK entwickelt ein Curriculum für die Studienprojekte der lehramtsbezogenen Studiengänge der Sportwissenschaft. Dabei sollen die Angebote besser aufeinander abgestimmt und hinsichtlich ihrer Themen, Inhalte und Umfänge überprüft werden. Im Idealfall liefert SPORTFABIK damit auch ein Modell für die Weiterentwicklung und Evaluation von Studienprojekten anderer Fächer des Lehramtsstudiums.

Um dieses übergeordnete Ziel zu erreichen, strebt das Projekt SPORTFABIK folgende Teilziele an:

  • Ausgewählte Studienprojekten der Sportwissenschaft weiterentwickeln und vernetzen;
  • ein Kern-Curriculum in den Studienprojekten entwickeln und erproben;
  • Leitlinien zur Evaluation der Studienprojekte entwickeln und zum Einsatz bringen;
  • Studienprojekte in den lehramtsbezogenen Studiengängen (zunächst der Sportwissenschaft und dann anderer Fächer) weiter vernetzen;
  • Fachübergreifende Projekte auf der Basis des Curriculums planen, durchführen und evaluieren.


Methodisches Vorgehen

Die Basis für die Weiterentwicklung des Curriculums stellt eine umfangreiche Evaluation der vorhandenen Studienprojekte dar. Dazu wird ein Evaluationsverfahren entwickelt, eingesetzt und reflektiert, für das die bisherigen Erfahrungswerte und Feedback-Verfahren die Grundlage bilden. Dabei werden die Ziele, Inhalte und Methoden aller Studienprojekte der Sportwissenschaft mit Bezug zum Schulsport in den kBA und MAEd-Studiengängen in einer IST-Analyse (mit Hilfe von Dokumentenanalysen und Problemzentrierten Interviews) erhoben, um eine valide Bestands­aufnahme zu erhalten sowie Parallelen und Unterschiede der einzelnen Studienprojekte sichtbar zu machen. Da die Projekte im Sportstudium mit unterschiedlichen Partnern (z. B. aus den Bereichen der Hochschule, Verbände, Schulen) realisiert werden, wird die Evaluation zunächst an zwei Studienprojekten („Sportspiele vermitteln“ und „Erlebnispädagogik im Schulsport“) exemplarisch durchgeführt.

 

Arbeitsplan

1. Phase2. Phase3. Phase4. Phase

Weiterentwicklung der Projekte in der Sportwissenschaft

Einbindung erprobter Projekte in ein Basis-CurriculumAnwendung des Basis-Curriculums in fächerübergreifenden ProjektenWeiterentwicklung der Studienprojekte

Konzipierung der Datenerhebungen

Durchführung der Datenerhebungen

Analyse der Daten und Erstellung des vorläufigen Curriculums sowie der vorläufigen Leitlinien zur Evaluation

Pre-Test: Erprobung des vorläufigen Curriculums in zwei Projekten

Erstellung des Basis-Curriculums und der Leitlinien zur Evaluation

Evaluation des Basis-Curriculums in Studienprojekten der Sportwissenschaft

Transfer des Basis-Curriculums in fächerübergreifende Studienprojekte

Einbindung von Partnern für die Durchführung fächerübergreifender Studienprojekte

Einbindung von außerschulischen Bildungspartnern

Vorstellung des endgültigen Curriculums sowie der Leitlinien zur Evaluation

Beitrag zur Weiterentwicklung der Studiengänge kBA Sportwissenschaft und MA Ed Sport im projektbasierten Studieren auf der Basis der Forschungs-ergebnisse

 

Weitere Informationen zu diesem Teilprojekt erhalten Sie auf der Webseite der Fakultät.