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Aktuelles

  • Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am 19. und 20. November in Bonn
    Auf der Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung beteiligte sich das Wuppertaler Projekt... [mehr]
  • Dritte Fachtagung im Rahmen des Projekts „Kohärenz in der Lehrerbildung“
    Um mögliche Stolpersteine bei der Begleitung von Lehramtsstudierenden in ihrem Praxissemester ging... [mehr]
  • 30.09.2019 Diskussionsveranstaltung zum Praxissemester für das Fach Katholische Religionslehre
    Für den 30.09.2019 lädt die Fach-Arbeitsgruppe Katholische Religionslehre Mentorinnen und Mentoren... [mehr]
  • „Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“: Tagungsbände erschienen
    „Herausforderung Kohärenz – Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“ war der Titel einer... [mehr]
  • 12.06.2019 Vortrag Prof. Dr. Stefan Kipf (Humboldt Universität Berlin)
    Am Mittwoch den 12.06.2019 um 10:00 Uhr (B.06.01) wird Prof. Dr. Stefan Kipf Einblicke in das... [mehr]
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Schulgeschichte erforschen und vermitteln

 

Projektleitung

Prof. Dr. Rita Casale (Allgemeine Erziehungswissenschaft, Theorie der Bildung)

Homepage in der Fakultät

Projektmitarbeiterinnen

Eliza Grezicki (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Homepage in der Fakultät

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Zur Person

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 03/2014 Promotionsstudium im Fach Erziehungswissenschaft, Dr. phil. an der Bergischen Universität Wuppertal

08/2015 – 02/2016 Stipendium zur Vorbereitung von Promotionen der Bergischen Universität Wuppertal

03/2010 – 10/2013 Studienabschluss im Fach Sozialwissenschaft, Master of Arts

10/2006 – 09/2010 Studienabschluss in den Fächern:

Sozialwissenschaften, kombi. Bachelor of Arts

Pädagogik, kombi. Bachelor of Arts

Wissenschaftliche Tätigkeiten

seit 03/2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bergischen Universität Wuppertal im erziehungswissenschaftlichen Lehrforschungsprojekt Schulgeschichte erforschen und vermitteln gefördert durch das Projekt Köhärenz in der Lehrerbildung in der Maßnahmenlinie Curriculare Weiterentwicklung des Bund-Länder-Programms Qualitätsoffensive Lehrerbildung geleitet von Selma Haupt und Prof. Dr. Rita Casale

10/2013 – 06/2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bergischen Universität Wuppertal in der Erziehungswissenschaft bei Prof. Dr. Rita Casale und Prof. Dr. Gabriele Molzberger im Forschungsprojekt Studium Generale in der BRD nach 1945

 

 

Category: Grez_ZPers

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Abstract des Dissertationsvorhabens

Die pädagogisch anthropologische Grundlegung des Studium Generale

Ziel des Promotionsvorhabens ist, die Idee des pädagogisch anthropologisch gedachten Studium Generale in der BRD nach 1945 zu analysieren. Die Idee des Studium Generale im Rahmen der (Erziehungs)Wissenschaft der BRD nach 1945 wird dabei bildungshistorisch und erkenntnis-/wissenschaftstheoretisch erforscht.

Das Studium Generale wird im Diskurs über die Möglichkeit und Notwendigkeit der Bildungs- und Universitätsreformen in der BRD nach 1945 im Sinne Klaus Schallers Verständnis des pädagogisch anthropologischen Studium Generale analysiert. Der Ausgangspunkt dieser Idee des Studium Generale liegt in Schallers Kritik an René Descartes' Wissenschaftstheorie. In Schallers Werk werden insbesondere das Denken und die Stellung der Wissenschaftslehre Fichtes, der Wissenschaftsdidaktik und der Erziehungswissenschaft innerhalb der neuzeitlichen Wissenschaft beleuchtet. Aus diesen Verständnissen heraus werden weitere (erziehungswissenschaftliche) Auffassungen des Studium Generale vor dem Hintergrund ihrer wissenschaftstheoretischen Paradigmen analysiert. Von der Rekonstruktion ausgehend werden Rückschlüsse auf die Disziplingeschichte der Pädagogik/Erziehungswissenschaft, auf die Wissenschaftsgeschichte und den epistemologischen Wandel gezogen.

Der Bezug zu den Grundladen der pädagogischen Kohärenz in der Lehrerbildung und zum KoLBi-Teilprojekt „Schulgeschichte erforschen und vermitteln“, in welchem die studentische Erforschung und Vermittlung der Geschichte des Gymnasiums, der Gesamtschule und der Lehrerbildung nach 1945 unter Berücksichtigung regionaler Entwicklungen angestrebt wird, liegt erstens in der Berücksichtigung der wissenschaftspropädeutischen Aufgabe der weiterführenden Schulen als Voraussetzung oder Teil des Studium Generale. Zweitens wird erforscht, wie sich wissenschaftliche Lehrerbildung historisch und erkenntnis-/wissenschaftstheoretisch im Sinne eines Studium Generale ausgestalten ließe.

 


 

 

Category: Grez_Abstract

Anna-Maria Nothelfer (Wissenschaftliche Hilfskraft)

 

Das Projekt zeichnet sich durch eine enge Verbindung von Fachkenntnissen in der Schulgeschichte nach 1945, der Erforschung regionaler bildungspolitischer Besonderheiten und der öffentlichen Vermittlung von Lehr- und Forschungsergebnissen aus. Im Zentrum des Projekts steht die Geschichte des Gymnasiums und der Gesamtschule nach 1945 unter Berücksichtigung regionaler Entwicklungen.

Im Forschungsmodul des MEd werden die Studierenden dazu befähigt, sich durch die methodisch gesicherte Auswertung von Archivalien mit spezifischen Bildungseinrichtungen, Reformdebatten, Unterrichtskonzepten und curricularen Maßnahmen auseinanderzusetzen, die erworbenen Fähigkeiten didaktisch umzusetzen und die Forschungsergebnisse einer solchen bildungsgeschichtlichen Auswertung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Historische Problembeschreibung

In bildungshistorischer Perspektive ermöglicht die Entwicklung des Gymnasiums und der Gesamtschule Einblicke in Prozesse der Bildungspolitik, der Schulentwicklung und -reform, wie auch des konkreten Schulalltags und Unterrichtsgeschehens zu gewinnen. In der Auseinandersetzung mit der Schulgeschichte der letzten 60 Jahre können aktuelle Entwicklungen des Schulsystems in ihrer Dynamik präziser begriffen und die darin implizierte pädagogische Handlung reflektiert werden.

Ist die Schulgeschichte der BRD grundsätzlich differenziert analysiert worden, so sind doch die regionalen Entwicklungen um Wuppertal auf Quellenbasis kaum erforscht. Einzig die Schulen selbst haben vereinzelt Schulchroniken anlässlich von Jahresfeiern erstellt. Die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung der regionalen Schulentwicklung wurde bisher in erster Linie von besonders engagierten Lehrerinnen und Lehrern an den jeweiligen Schulen oder Interessierten geleistet, wissenschaftlich aber kaum untersucht. Diese Forschungslücke bietet für die Studierenden des Master of Education eine ausgezeichnete Möglichkeit, unter Berücksichtigung der bundesweiten bildungsgeschichtlichen Entwicklung selbst bisher unerforschte Quellen auszuwerten und damit einen wichtigen Beitrag zur Analyse der lokalen und regionalen Bildungsgeschichte zu leisten.

 

Lehrerbildung als fachliche und bildungswissenschaftliche Qualifikation

Die lokale und quellenbasierte Erforschung sowie Vermittlung von Schulgeschichte am Beispiel einzelner regionaler Schulen vertieft die Kenntnisse der Studierenden bezüglich des Bildungswesens und dessen historischer Entwicklung unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten und reformpolitischer Aspekte.

Das Forschungsprojekt sieht eine enge Kooperation zwischen bildungsgeschichtlicher Expertise (S. Haupt), erziehungswissenschaftlicher und bildungsphilosophischer Fundierung pädagogischer Konzepte (R. Casale) und Fachdidaktik (Erziehungswissenschaft und Geschichte) vor. Durch die im Projekt vorgesehene enge Verbindung von Forschung und Vermittlung wird beabsichtigt, einen Beitrag zu einer erhöhten Kohärenz durch Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner aus Fachwissenschaften (Geschichte, Erziehungswissenschaft, Sozialwissenschaften), Fachdidaktik (Unterrichtskonzepten, Ausstellung) und Bildungswissenschaften (Schulentwicklung im Kontext erziehungswissenschaftlicher Forschung) zu leisten.

Weiterhin werden im Forschungsprojekt lokale Kooperationen mit Archiven (Schularchiven, Archiv der Stadt Wuppertal und von Städten der Region sowie Landesarchiv) und Schulen aufgebaut sowie die Zusammenarbeit mit der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin (Dr. J. Scholz) ausgebaut.

 

Weitere Informationen über das Projekt Schulgeschichte erforschen und vermitteln