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Aktuelles

  • Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am 19. und 20. November in Bonn
    Auf der Netzwerktagung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung beteiligte sich das Wuppertaler Projekt... [mehr]
  • Dritte Fachtagung im Rahmen des Projekts „Kohärenz in der Lehrerbildung“
    Um mögliche Stolpersteine bei der Begleitung von Lehramtsstudierenden in ihrem Praxissemester ging... [mehr]
  • 30.09.2019 Diskussionsveranstaltung zum Praxissemester für das Fach Katholische Religionslehre
    Für den 30.09.2019 lädt die Fach-Arbeitsgruppe Katholische Religionslehre Mentorinnen und Mentoren... [mehr]
  • „Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“: Tagungsbände erschienen
    „Herausforderung Kohärenz – Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“ war der Titel einer... [mehr]
  • 12.06.2019 Vortrag Prof. Dr. Stefan Kipf (Humboldt Universität Berlin)
    Am Mittwoch den 12.06.2019 um 10:00 Uhr (B.06.01) wird Prof. Dr. Stefan Kipf Einblicke in das... [mehr]
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Sexuelle Bildung angehender Lehrerinnen und Lehrer für Sekundarstufe I HRGe

 

Projektleitung

Dr. Jeannette Windheuser (Projektleitung)

Homepage in der Fakultät

Prof. Dr. Rita Casale

Homepage in der Fakultät

 

Projektmitarbeiterinnen

Dipl. Soz.Wiss. Anna Hartmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

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Zur Person

Seit April 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im KoLBi-Projekt „Sexuelle Bildung angehender Lehrer/innen“

SoSe 2015/WiSe 2017/18 Lehraufträge an der Bergischen Universität Wuppertal im Fachbereich Erziehungswissenschaft

2013-2016 Promotionsstipendium der Rosa Luxemburg Stiftung

2012 Ausbildung zur Mediatorin und zum Systemischen Coach

2011 Preisträgerin des efas-Nachwuchsförderpreis 2011 für die Diplomarbeit „Geschichten von Unsichtbarkeit und Sichtbarmachungen. Eine Untersuchung zur unbezahlten Hausarbeit im Fordismus und Postfordismus“

2004-2011 Studium der Diplom Sozialwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover mit der Fächerkombination Politikwissenschaft, Soziologie, Sozialpsychologie und Volkswirtschaftslehre

Titel der Diplomarbeit: „Geschichten von Unsichtbarkeit und Sichtbarmachungen. Eine Untersuchung zur unbezahlten Hausarbeit im Fordismus und Postfordismus“

2007-2010 Studentische Hilfskraft am Institut für Soziologie, Prof. Dr. Barbara Duden (Leibniz Universität Hannover)

2006/2007 Auslandsstudium an der Universitatea de Vest din Timişoara (Rumänien)


 

 

Category: Hartm_ZPers

Anna-Sophie Kruscha (Wissenschaftliche Hilfskraft)

 

Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner

Prof. Dr. Angelika Preisfeld (Biologie-Didaktik)

Homepage der Arbeitsgruppe

Prof. Dr. Judith Frohn (Sportdidaktik)

Homepage in der Fakultät

Dr. Heike Baranzke (Katholische Religionspädagogik und -didaktik / Moraltheologie)

Homepage

Steffi Grundmann (Geschichte)

Homepage in der Fakultät

Prof. Dr. Natascha Müller (Romanistik / Sprachwissenschaft)

Homepage in der Fakultät

Dr. Laia Arnaus Gil (Romanistik / Sprachwissenschaft)

Homepage in der Fakultät

Dr. Malin Hager (Romanistik / Sprachwissenschaft)

Homepage in der Fakultät

 

Das Projekt etabliert sexualpädagogisches konzeptuelles Wissen für den pädagogischen Schulalltag und die Didaktik der Sexualerziehung. Entsprechend der Richtlinien für Sexualerziehung Nordrhein-Westfalen (2000) ist die im Projekt vermittelte Sexuelle Bildung als fächerübergreifende und zugleich fachbezogene Aufgabe angelegt, welche die Sekundarstufe I fokussiert. In dem so konzipierten „Forschungsprojekt“ erwerben die Studierenden wissens- und erfahrungsbasierte Kompetenzen durch Lektüre, didaktische Einheiten im Seminar und die Begleitung/Gestaltung und Erforschung von Unterrichtseinheiten. Exemplarisch steht Sexualerziehung für die schulische Aufgabe zum Elternhaus ergänzender Erziehung und für die Vermittlung eines fächerübergreifenden Inhalts, der zugleich in den einzelnen Fächern unterschiedlich stark curricular verankert ist. Trotz der (u.a. in Nordrhein-Westfalen) hohen Anforderungen verbindlicher Sexualerziehung in der Schule gibt es kaum universitäre Angebote für die sexualpädagogische Ausbildung von Lehramtsstudierenden. Das Projekt „Sexuelle Bildung angehender Lehrerinnen und Lehrer“ ist ein NRW-weit einmaliges, innovatives Konzept, um angehende Lehrerinnen und Lehrer auf diese didaktische und pädagogische Herausforderung vorzubereiten.

Durch zwei Ereignisse, die heutige Sexualerziehung bedingen, erhält die Aufgabe Sexueller Bildung von Lehrerinnen und Lehrern über die konkreten curricularen und fächerübergreifenden Verpflichtungen hinweg Dringlichkeit:

  1. Die Debatte um Sexuellen Kindesmissbrauch seit 2010
  2. Liberalisierung der Sexualität: die zweite Frauenbewegung, die Homosexuellenbewegung der 1960er/70er Jahre, die Gender-Debatte der 1990er Jahre

Folgen der historisch-spezifischen und im pädagogischen Verhältnis grundgelegten Anforderungen an die Sexuelle Bildung und sexualpädagogische Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern sind fächerübergreifend und in der Auseinandersetzung mit geschlechterpolitischen Fragen im Geschichts-, Sozialwissenschafts-, aber auch Deutschunterricht und in der Sexualerziehung im Biologieunterricht divergierenden Ansprüchen ausgesetzt. Sie fungieren auch außerhalb des Unterrichts als zentrale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für sexualbezogene Anliegen. Sie rangieren an dritter Stelle nach Müttern und besten Freundinnen und Freunden, jedoch vor Vätern sowie Ärztinnen und Ärzten (BZgA 2010).

Die Ansprüche äußern sich auf mehreren Ebenen:

  1. Dienstpflicht und konkrete Unterrichtssituation.
  2. Pädagogische Vermittlung in der gemeinsamen Erziehungsaufgabe von Schule und Familie.
  3. Den genannten äußeren Bedingungen pädagogischen Handelns geht eine grundlegende pädagogische Bedingung voraus.

Zielsetzung des Teilprojekts:

Das Projekt verbindet theorie- und wissensbasiertes konzeptionelles Denken, didaktische Praxis und die Erforschung bzw. Evaluation von schulischer Praxis. Es geht um den Erwerb von wissenschaftlicher Reflexionsfähigkeit und um Forschungsorientierung. Die Studierenden erwerben die Kompetenz, sich mit Lehrplänen und Richtlinien auseinanderzusetzen, fachwissenschaftliche und pädagogische bzw. didaktische Konzepte zu erarbeiten.

Thematisch gebunden wird eine pädagogische Professionalisierung der Studierenden im Umgang mit sexuellen Situationen und Unterrichtseinheiten angestrebt. Sie erwerben Wissen über die sexuelle und geschlechtliche Dimension des pädagogischen Verhältnisses.

Das Forschungsprojekt kann in der Master-Thesis münden (z.B. als Evaluation von sexualpädagogischer Praxis; Erarbeitung theoretischer Grundlagen sexualpädagogischer Didaktik über die Kategorien Geschlecht/Sexualität).

Weiterhin ist das Projekt für angehende Promotionsstudierende von bildungswissenschaftlicher Relevanz ausgezeichnet. Die gegenwärtige gesellschaftliche Diskussion sowie der Forschungsstand zeigen, dass Sexuelle Bildung in der Lehrerbildung und in der Schule gegenwärtig kaum empirisch sowie systematisch untersucht wird. Nicht zuletzt ist deshalb Forschungsziel des Projekts, den Bereich der Sexuellen Bildung theoretisch zu konkretisieren (insbesondere anhand der Kategorien Geschlecht, Bildung und Sexualität) und empirisch in Schule und Lehrerinnenbildung/Lehrerbildung zu erfassen.

Homepage des Teilprojekts

 

Literatur

Richtlinien für die Sexualerziehung in Nordrhein-Westfalen (2000), H. 5001 „Schule in NRW“, S. 9. Die Richtlinien sind verbindlich für die Sexualerziehung in NRW.

BZgA(2010): Jugendsexualität. Berlin.

Weiterführende Literatur

Klein, A./ Sager, C. (2010): Wandel der Jugendsexualität in der Bundesrepublik. In: Schetsche, M. (Hrsg.): Sexuelle Verwahrlosung, Wiesbaden, S. 95-117.

Sielert, U. (2013): Sexualpädagogik und Sexualerziehung in Theorie und Praxis, in: Schmidt, R.-B./ Sielert, U. (Hrsg): Handbuch Sexualpädagogik und sexuelle Bildung. 2. Aufl. Weinheim/Basel, S. 41-54.

Wrede, B./ Hunfeld, M. (1997): Sexualität – (K)ein Thema in der Hochschulausbildung?, Bielefeld.

Walther, G. (2011): Erotische Bildung, in: Maaser, M./ Walther, G. (Hrsg.): Bildung. Ziele und Formen, Traditionen und Systeme, Medien und Akteure. Stuttgart/Weimar, S. 23-27.