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Aktuelles

  • Dritte Fachtagung im Rahmen des Projekts „Kohärenz in der Lehrerbildung“
    Um mögliche Stolpersteine bei der Begleitung von Lehramtsstudierenden in ihrem Praxissemester ging... [mehr]
  • 30.09.2019 Diskussionsveranstaltung zum Praxissemester für das Fach Katholische Religionslehre
    Für den 30.09.2019 lädt die Fach-Arbeitsgruppe Katholische Religionslehre Mentorinnen und Mentoren... [mehr]
  • „Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“: Tagungsbände erschienen
    „Herausforderung Kohärenz – Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung“ war der Titel einer... [mehr]
  • 12.06.2019 Vortrag Prof. Dr. Stefan Kipf (Humboldt Universität Berlin)
    Am Mittwoch den 12.06.2019 um 10:00 Uhr (B.06.01) wird Prof. Dr. Stefan Kipf Einblicke in das... [mehr]
  • 24.05.2019 Vortrag Prof. Dr. Ralf Laging (Philipps Universität Marburg)
    Am Freitag den 24.05.2019 um 14:00 Uhr (HS 23, S.08.03) wird Prof. Laging bei uns zu Gast sein. In... [mehr]
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Lernen im Projekt Biologie (Kurztitel: LaPBio)

 

Projektleitung

Prof’in Dr. Gela Preisfeld (Zoologie und Didaktik der Biologie

Homepage der Arbeitsgruppe

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Vadim Kloss

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Zur Person

 

Foto Kloss

 

Vadim Kloss

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

E-Mail:vadim.kloss{at}uni-wuppertal.de
Telefon:+49 (0)202 439-2454
Büro:L.11.13

 

Kurzvita

01/2016 bis heute Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Zoologie und Biologiedidaktik, Bergische Universität Wuppertal

10/2010 bis 03/2013 Studium der genombasierten Systembiologie (Master of Science an der Universität Bielefeld, Praktische Masterarbeit in der Arbeitsgruppe für Proteom- und Metabolomforschung

09/2011 bis 02/2012 Auslandsaufenthalt an der Universität Osaka als Spezial Research Student im Qualifizierungsprogramm des FrontierLab@OsakaU

10/2007 bis 09/2010 Studium der Biologie (Bachelor of Science) an der Universität Bielefeld, Praktische Bachelorarbeit in der Arbeitsgruppe für Genomforschung

09/2004 bis 6/2007 Abitur am Rahel Varnhagen Kolleg, Attendorn

1984 geboren in Omsk, Russland

 

Auszeichnungen

2011 FrontierLab@OsakaU

2011 JASSO Student Exchange Support Program

2011 Teilstipendium PROMOS des DAAD-Programms

 

 

Category: Kloss_ZPers

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Abstract des Dissertationsvorhabens

Die Relevanz der Innovationen in der universitären Lehre zur Professionalisierung von angehenden Lehrkräften im Fach Biologie wird unmittelbar durch die Feststellungen der großen internationalen Schulleistungsstudien der letzten Jahre belegt (Deutsche PISA-Konsortium 2000 bis 2012; TIMSS 2007, 2011). Ein nicht unerheblicher Anteil der Schülerinnen und Schüler (SuS) in Deutschland besitzt unzureichende Kompetenzen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Diese SuS sind kaum in der Lage, einfache Problemstellungen zu verstehen, zu beurteilen oder zu lösen. Ihr Eintritt in Berufsfelder mit naturwissenschaftlichen Verständnis ist mit gravierenden Schwierigkeiten verbunden (Rönnebeck 2010). Entsprechend ausgeprägt ist der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs in diesen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern (Huck 2010), der insbesondere hinsichtlich des enormen gesellschaftlichen Bedarfs an naturwissenschaftlichem Nachwuchs an Bedeutung gewinnt (Hetze 2011).

Eine Vermutung ist, dass es an fachlicher, fachdidaktischer und pädagogischer Expertise der Lehrpersonen in der Schule selbst mangelt, so dass die geforderten Inhalte unzureichend für den Unterricht aufbereitet und vermittelt werden. Die Ursachen für ein häufig gering ausgeprägtes Professionsverhalten der Lehrkräfte wiederum liegen zu einem wesentlichen Teil in der oft nebensächlich behandelten universitären Lehrer-Ausbildung. Mangelnder Praxisbezug in der fachdidaktischen Lehre, eine unzureichende Experimentierkompetenz und gering ausgeprägte „Science process skills“ bei den Studierenden (Shahali 2010; Glynn 2011) erschweren den Umstand und haben zur Konsequenz, dass die Studierenden in eigenen Lehrsituationen später häufiger Erfahrungen aus der eigenen Schulzeit umsetzen, als sich den experimentellen naturwissenschaftlichen Zugang in Eigenleistung zu erschließen (Reich 2005). Dadurch stehen die angehenden Lehrer und Lehrerinnen experimentellen Zugängen oftmals unsicher gegenüber und werden kaum den Anforderungen der Lehrpläne nach Vermittlung von Experimentierkompetenz entsprechen können.

Das Hauptziel des geplanten Forschungsprojektes liegt in der Steigerung der Lehrerprofessionalität durch ein interdisziplinäres und kooperatives Projekt der Biologie, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft für Studierende der Biologie (für Gymnasium, Gesamtschule und Berufskolleg). Dabei vertiefen Studierende ihr theoretisches und praktisches Professionswissen (Baumert 2006) und wenden dieses mit Schülerinnen und Schülern im Bergischen Lern-Lehr-Labor (BeLL Bio) an der Bergischen Universität Wuppertal an. Die Kohärenz ergibt sich aus der Beteiligung der einzelnen Disziplinen im Projektkurs, aus dem kumulativen Anschluss an die Inhalte bestehender Kurse aus den drei Disziplinen sowie der Anwendung der interdisziplinären Inhalte im Schülerlabor. Nach Weinert und Helmke (1996) gehört zur Lehrerkompetenz neben der fachlichen und didaktischen Kompetenz auch die Diagnosekompetenz. In der Realität greifen alle Kompetenzen ineinander und bilden ein komplexes Netzwerk.

Die an die Projektetablierung geknüpfte Begleitforschung untersucht die Auswirkungen der Interdisziplinarität der Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft auf die Steigerung der Lehrerprofessionalität. Dazu werden die Lernwirksamkeit und die Qualität des Projektes in Bezug auf das erreichte Professionswissen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft der Studierenden erhoben.


 

 

Category: Kloss_Abstr

Sabrina Dahmen

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Zur Person

 

Foto Sabrina Dahmen

 

Sabrina Dahmen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

E-Mail:sdahmen{at}uni-wuppertal.de
Telefon:+49 (0)202 439-2599
Büro:V.12.067

 

Kurzvita

Seit 08/2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Zoologie und Biologiedidaktik, Bergische Universität Wuppertal Zoologie und Didaktik der Biologie

2013-2017 Pädagogische Mitarbeiterin bei einem Träger der freien Jugendhilfe in Köln

2013-2017 Tätigkeit als selbstständige Naturerlebnispädagogin

2008-2012 Studium Master of Education Biologie und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen an der Bergischen Universität Wuppertal, Masterarbeit in der Arbeitsgruppe für Zoologie und Didaktik der Biologie

2003-2007 Studium der Biologie (Bachelor of Science) an der Universität Bielefeld, Bachelorarbeit in der Arbeitsgruppe Verhaltensforschung

2002 Allgemeine Hochschulreife am Hölderlin Gymnasium, Köln

 

 

Category: Dahmen_ZPers

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Projektbeschreibung

Biologieunterricht, insbesondere Experimentalunterricht, stellt hohe Anforderungen an die Fachlichkeit und Expertise der Lehrkraft. Neben fundiertem Fachwissen und fachdidaktischem Wissen, welche sich als theoretisch-formales Wissen beschreiben lassen, ist auch ein praktisches Wissen und Können erforderlich, um in Unterrichtssituationen schnell und flexibel entscheiden und professionell handeln zu können (Baumert und Kunter 2006). Expertenhandeln ist gekennzeichnet durch eine besondere Dynamik in der Verbindung von Wissen und Handeln, die sich bereichsspezifisch entwickelt und auf der Ausbildung von kategorialem und metakognitivem Wissen durch Reflexion basiert (Roters 2012).

Das Ziel dieses Projektes liegt in der Steigerung der professionellen Handlungskompetenz von Studierenden des Lehramts Biologie über Lerngelegenheiten zur Anwendung und Reflexion ihres Professionswissens (Baumert und Kunter 2006).

Die Studierenden erhalten dabei die Möglichkeit, ihr theoretisch erworbenes Professionswissen (Baumert und Kunter 2006) in Experimentiersituationen mit Schulklassen im Bergischen Lehr-Lern-Labor (BeLL Bio) praktisch anzuwenden. Neben einer theoriegeleiteten Selbsteinschätzung ihres Betreuerhandelns im Labor erhalten sie strukturiertes Feedback von Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie von den betreuten Schülerinnen und Schülern. Im Abgleich dieser Einschätzungen untereinander können neue Informationen über die eigene professionelle Handlungskompetenz in Experimentiersituationen mit Schülerinnen und Schülern gewonnen werden, neue Perspektiven generiert und eingenommen werden und so Reflexionsanlässe für die Studierenden geschaffen werden.

Zugleich beinhaltet das Projekt einen Perspektivwechsel, indem die Studierenden sowohl die Rolle des Lehrenden einnehmen und reflektieren, als auch die Kursbetreuung eines Mitstudierenden theoriegeleitet beobachten und damit als critical friend die Rolle des fachdidaktisch Forschenden einnehmen und ihre diagnostische Kompetenz schulen.

Die an das Projekt geknüpfte Forschung erhebt die Lernwirksamkeit in Bezug auf Fachwissen, fachdidaktische Kenntnisse und fachdidaktisch reflexive Fertigkeiten.

 

Literatur:

Baumert, J. und Kunter, M. (2006): „Stichwort: Professionelle Kompetenz von Lehrkräften“. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 9, H.4, S. 469–520.

Roters, B. (2012): Professionalisierung durch Reflexion in der Lehrerbildung. Dissertation.

Category: Dahmen_Abstr

 

Kooperationspartner

Karsten Damerau

Homepage der Arbeitsgruppe

Prof’in Dr. Cornelia Gräsel (Bildungswissenschaften)

Homepage in der Fakultät

 

Die Relevanz der Innovationen in der universitären Lehre zur Professionalisierung von angehenden Lehrkräften im Fach Biologie wird unmittelbar durch die Feststellungen der großen internationalen Schulleistungsstudien der letzten Jahre belegt (Deutsche PISA-Konsortium 2000 bis 2012; TIMSS 2007, 2011). Ein nicht unerheblicher Anteil der Schülerinnen und Schüler (SuS) in Deutschland besitzt unzureichende Kompetenzen in den naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern. Diese SuS sind kaum in der Lage, einfache Problemstellungen zu verstehen, zu beurteilen oder zu lösen. Ihr Eintritt in Berufsfelder mit naturwissenschaftlichen Verständnis ist mit gravierenden Schwierigkeiten verbunden (Rönnebeck et al. 2010). Eine Vermutung ist, dass es den Lehrpersonen in der Schule selbst an fachlicher und pädagogischer Expertise fehlt, so dass die geforderten Inhalte unzureichend für den Unterricht aufbereitet und vermittelt werden.

Das Hauptziel des geplanten Projektes liegt in der Steigerung der Lehrerprofessionalität durch ein interdisziplinäres und kooperatives Projekt der Biologie, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften für Studierende der Biologie (für Gymnasium, Gesamtschule und Berufskolleg). In einem gemeinsam ausgerichteten Forschungsprojekt vertiefen Studierende ihr theoretisches und praktisches Professionswissen (Baumert und Kunter 2006) und wenden dieses mit Schülerinnen und Schülern im Bergischen Lern-Lehr-Labor (BeLL Bio) an. Die Kohärenz ergibt sich aus der Beteiligung der einzelnen Disziplinen im Projektkurs, aus dem kumulativen Anschluss an die Inhalte bestehender Kurse aus den drei Disziplinen sowie der Anwendung der interdisziplinären Inhalte im Schülerlabor. Nach Weinert und Helmke (1996) gehört zur Lehrerkompetenz neben der fachlichen und didaktischen Kompetenz auch die Diagnosekompetenz. In der Realität greifen alle Kompetenzen ineinander und bilden ein komplexes Netzwerk. Die an das Projekt geknüpfte Begleitforschung erhebt die Lernwirksamkeit und Qualität des Projektes in Bezug auf das erreichte Professionswissen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft.

 

Literatur:

Baumert, J. et al. (2002): PISA 2000. Die Länder der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich. Opladen: Leske + Budrich.

Baumert, J. und Kunter, M. (2006): „Stichwort: Professionelle Kompetenz von Lehrkräften“. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 9, H.4, S. 469–520.

Bos, W. et al. (Hrsg.). (2008): TIMSS 2007: Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich. Münster: Waxmann.

Glynn, S. M. et al. (2011): „Science motivation questionnaire II: Validation with science majors and nonscience majors.“ In: Journal of Research in Science Teaching 48, H.10, S. 1159–76.

Hetze, P. (2011): Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen: 2., aktualisierte Aufl. Essen: Stifterverband.

Huck, J. et al. (2012): Schülerlabor & Co. Außerschulische naturwissenschaftlich-technische Experimentierangebote als Ergänzung des Schulunterrichts in der Region Berlin-Brandenburg. Germany, Europe: Zentral- und Landesbibliothek Berlin/ Zentrum für Berlin-Studien.

Prenzel, M. et al. (2007): PISA 2006. Die Ergebnisse der dritten internationalen Vergleichsstudie. Münster: Waxmann.

Prenzel, M. (2013): PISA 2012. Fortschritte und Herausforderungen in Deutschland. Münster: Waxmann.

Rönnebeck, S. et al. (2010): Naturwissenschaftliche Kompetenz von PISA 2006 bis PISA 2009. In: Klieme, E. et al. (Hrsg.). PISA 2009. Münster: Waxmann, S. 177–198.

Reich, K. (2005): „Konstruktivistische Didaktik auf dem Weg, die Didaktik neu zu erfinden.“; Web. 26 Aug. 2016. http://uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/aufsatze/reich_47.pdf, S. 179–90.

Schiepe-Tiska, A. et al. (2012): Naturwissenschaftliche Kompetenz in PISA 2012: Ergebnisse und Herausforderungen. In: Klieme, E. et al. (Hrsg.): Pisa 2012. Münster: Waxmann, S. 189–216.

Shahali, E. H. M. und Halim, L. (2010): „Development and validation of a test of integrated science process skills.“ In: Procedia - Social and Behavioral Sciences 9, S. 142–46.

Weinert, F. E. und Helmke, A. (1996): Der gute Lehrer: Person, Funktion oder Fiktion? In: Leschinsky, A. (Hrsg.). Die Institutionalisierung von Lehren und Lernen. Beiträge zu einer Theorie der Schule. Weinheim: Beltz, S. 223–233.